Typische Ausgangssituationen: Wann eine Infor-LN-Migration notwendig wird

Eine Migration findet in bestehenden Systemlandschaften mit individuellen Anpassungen, historisch gewachsenen Datenstrukturen und zahlreichen Integrationen statt. Viele unserer Kunden stehen vor ähnlichen Herausforderungen, wenn es um eine Migration geht:

Icon
Die aktuelle On-Premise-Version ist nicht mehr updatefähig.
Icon
Individuelle Anpassungen machen Updates teuer und riskant.
Icon
Schnittstellen, Reports und Eigenentwicklungen sind kaum dokumentiert.
Icon
IT-Betrieb bindet Ressourcen, die für Prozessverbesserungen fehlen.
Icon
Zukunftsorientierte Funktionen wie KI-gestützte Analysen und Automatisierungen der Infor Velocity Suite sind nur in der Cloud verfügbar.

Die gute Nachricht: Diese Situation ist uns bekannt und lösbar. Entscheidend ist nicht ein schneller Technologiewechsel, sondern ein strukturierter, zur Ausgangslage passender Migrationsweg.

Sie möchten Ihre aktuelle Infor-LN-Landschaft bewerten lassen? Wir analysieren Ihre Version, Anpassungen und Integrationen und zeigen mögliche Migrationspfade auf.

Unsere Spezialkompetenzen in Infor-LN-Migrationsprojekten

Migration erfordert nicht nur methodische Erfahrung, sondern auch tiefes Prozess- und Modulwissen. Gerade in komplexen, über Jahre gewachsenen Umgebungen entscheidet diese Kenntnis über Projekterfolg oder Projektrisiko. Genau hier liegt unsere Stärke. SIGMA verfügt neben den klassischen Modulen rund um den Order-to-cash-Prozess über ausgewiesene Spezialkompetenz in besonders anspruchsvollen Infor-LN-Themen wie:

Wie Sie Ihre Infor-LN-Landschaft zukunftssicher aufstellen

Eine Migration ist immer auch ein Moment der Standortbestimmung, in welchem Architektur, Prozesse und Integrationen neu bewertet werden.

Dabei stehen unterschiedliche Zielbilder im Raum:

  • Upgrade auf eine aktuelle On-Premise-Version
  • oder die perspektivische Weiterentwicklung in Richtung CloudSuite

Unabhängig vom gewählten Ziel verfolgen wir einen klar strukturierten Ansatz:

Analyse

Analyse bestehender Strukturen

Bewertung

Bewertung individueller Anpassungen

Integrationsarchitektur

Prüfung der Integrationsarchitektur

Zielarchitektur

Definition der tragfähigen Zielarchitektur

Ein möglicher strategischer Rahmen für diese Weiterentwicklung ist die Infor CloudSuite Industrial Enterprise (CSIE). Sie bündelt Infor LN mit zentralen Plattformdiensten und schafft eine integrierte Systemlandschaft. Alle bekannten Infor-LN-Module und Funktionalitäten stehen auch in der CloudSuite weiterhin zu Verfügung – gleichzeitig werden neue Funktionen und Weiterentwicklungen ausschließlich in der Cloud bereitgestellt.

Zu den zentralen Plattformdiensten gehören unter anderem:

Infor ION

Integrations-Framework zur Anbindung externer Systeme

Infor IDM

Dokumentenmanagement direkt im Prozesskontext
 

Infor Birst

leistungsstarke Business Intelligence und Reporting

Infor Mongoose

Low-Code-Plattform für Erweiterungen und eigene Apps

Darüber hinaus bietet die CloudSuite Zugriff auf Module wie Product Lifecycle Management (PLM), Factory Track und viele branchenspezifische Funktionen.

Für viele unserer Kunden ist die CloudSuite ein logischer Zielpunkt einer strukturierten Infor LN Migration: weniger individuelle Sonderlösungen, klarere Integrationsarchitektur und ein System, das sich kontinuierlich weiterentwickelt – ohne immer wiederkehrende umfangreiche Migrationsprojekte. Für andere steht zunächst die Stabilisierung, Standardisierung oder technische Modernisierung im Fokus.

Entscheidend ist eine Migration, die Ihre Infor-LN-Landschaft nachhaltig zukunftsfähig macht.

Migrationsstrategien bei der Infor LN Migration – welcher Weg passt zu Ihrer Ausgangslage?

Der Weg in die Infor Cloud ist nicht für jedes Unternehmen gleich. Der richtige Migrationsansatz hängt von ganz konkreten Faktoren ab: Ihrer aktuellen Infor-LN-Version, dem Grad der Individualisierung, der Systemlandschaft und den Zielen, die Sie mit der Migration verfolgen.

In der Praxis begegnen uns dabei immer wieder dieselben Fragen:

  • Soll das bestehende System möglichst schnell technisch modernisiert werden?
  • Oder soll die Migration genutzt werden, um Prozesse neu auszurichten und zu vereinfachen?
  • Wie viel Veränderung ist organisatorisch überhaupt realistisch?
  • Welcher Zeitraum steht für die Migration zur Verfügung?
  • Welches Budget kann für die Migration bereitgestellt werden?
  • Welche Kapazitäten kann ich als Kunde in die Migration einbringen ?

Brownfield vs. Greenfield: Zwei Wege der Infor-LN-Migration

Je nach Ausgangssituation und Veränderungsbereitschaft kommen bei einer Infor-LN-Migration grundsätzlich zwei strategische Ansätze infrage: Brownfield und Greenfield.

Brownfield
  • Bestehende Prozesse & Daten werden weitgehend übernommen
  • Weniger organisatorischer Umbruch
  • Häufige Wahl bei Bestandskunden
Greenfield
  • Kompletter Neustart auf Basis von Best Practices
  • Datenmigration selektiv oder neu
  • Hohe Standardnähe

Technische Erfolgsfaktoren der Infor LN Migration

Vier technische Faktoren entscheiden maßgeblich über Aufwand, Risiko und Projekterfolg einer Infor LN Migration:

  • Ihre eingesetzte Infor-LN Version
  • individuelle Anpassungen
  • Datenmigration
  • Integrationsarchitektur

Mit einer strukturierten Cloud-Readiness-Betrachtung schaffen wir hier Klarheit, noch bevor technische Entscheidungen getroffen werden. Sie reduziert Projektrisiken, macht Aufwände transparent und bildet die Basis für einen realistischen Migrationsfahrplan.

Die eingesetzte Ausgangsversion ist einer der wichtigsten Faktoren bei jeder Infor LN Migration. Sie bestimmt, ob ein direkter Weg in die Cloud möglich ist oder ob demnächst technische Zwischenschritte notwendig sind.

Typische Ausgangsszenarien:

  • Ältere Versionen (Baan IV, Baan V, LN 6.1/10.2):    kein direkter Cloud-Weg, zunächst technische Migration auf neuere LN-Version erforderlich
  • neuere LN-Versionen (LN 10.7/10.8):    Cloudfähigkeit hängt von Architektur, Custom Code und Integrationen ab – eine strukturierte Bewertung ist zwingend erforderlich
  • Systeme unter Einsatz der Infor-OS-Suite:    leichtere Migration, Kompatibilität mit Cloud-Komponenten gegeben

Aus unserer Erfahrung entscheidet eine frühe, realistische Bewertung der Ausgangsversion, welche Migrationsstrategie technisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist.

Individuelle Anpassungen gehören in nahezu jeder Infor-LN-Landschaft dazu. Insbesondere tiefgreifender Custom Code    im Standard erschwert Updates und ist in der Cloud nicht mehr vorgesehen. Stattdessen setzt Infor auf konfigurierbare Prozesse und cloud-konforme Extensions.

Wir analysieren gemeinsam:

  • Welche Anpassungen sind geschäftskritisch?
  • Welche lassen sich durch Standard oder Konfiguration ersetzen?
  • Welche Anforderungen müssen als cloud-konforme Extensions umgesetzt werden?

Die Datenmigration  ist ein zentraler Bestandteil jeder Infor LN Migration und zugleich einer der sensibelsten Projektschritte. Nicht jede Information muss zwangsläufig in das neue System übernommen werden. Entscheidend ist, welche Daten im operativen Betrieb und für Auswertungen wirklich benötigt werden.

In vielen Projekten zeigt sich: Weniger, aber saubere Daten sorgen für einen deutlich stabileren Start nach dem Go-Live.

Wir setzen bewusst auf einen frühzeitigen Datenimport in die Zielumgebung. So erhalten Key User und Process Owner bereits in einer frühen Projektphase Transparenz über:

  • Stammdatenstrukturen
  • Bewegungsdaten
  • Neue Prozesslogiken
  • Künftige Arbeitsweisen im System

Dieser Ansatz schafft Sicherheit, ermöglicht realistische Testszenarien und reduziert spätere Überraschungen im Go-Live.

Für die technische Umsetzung einer Infor LN Migration stehen verschiedene Werkzeuge und Plattformdienste zur Verfügung. Diese unterstützen insbesondere bei der Datenübernahme, Integration und Analyse.

  • ETL-Werkzeuge    – strukturierte Datenübernahme, z.B. über Templates, Uploads oder API-basierte Prozesse
  • ION – Integration angebundener Systeme während und nach der Migration

Wie läuft eine Infor LN Migration konkret ab?

Eine erfolgreiche Infor LN Migration ist kein einmaliger technischer Schritt, sondern ein strukturierter Prozess mit klaren Entscheidungs- und Abstimmungspunkten.

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Je besser der Ablauf zur Ausgangslage, zum Anpassungsgrad und zur Organisation des Unternehmens passt, desto stabiler verläuft die Migration. Deshalb arbeiten wir nicht mit einem starren Standardvorgehen, sondern mit einer bewährten Methodik, die sich anpassen lässt, ohne die notwendige Struktur zu verlieren.

Die Phasen der Infor LN Migration im Überblick

Das Infor Implementation Accelerator Methodology Framework (IAMF) bildet die methodische Grundlage für viele Infor-Einführungs- und Migrationsprojekte. Jede Phase hat ein eigenes Ziel und beantwortet konkrete Fragestellungen.

Das IAMF gliedert die Migration typischerweise in fünf aufeinander aufbauende Phasen:

Inception – Projektstart & Ist-Analyse

• Projektorganisation und Zieldefinition

• Aufnahme der bestehenden Systemlandschaft

• Erste Bewertung von Risiken, Aufwand und Migrationspfad

Elaboration – Zielbild und Konzept

• Definition des Zielsystems in der Cloud

• Prozessdefinition und Modulumfang

• Fit-Gap-Betrachtung und Migrationsstrategie

Construction – Umsetzung

• Technische Einrichtung der Cloud-Umgebung

• Umsetzung von Extensions

• Vorbereitung und Durchführung der Datenmigration

Transition

• Tests, Schulungen und Cutover

• Produktivsetzung des Systems

• Übergabe in den Betrieb

Optimierung – Weiterentwicklung

• Performance-Optimierung

• Nutzung zusätzlicher Cloud-Funktionen

• Kontinuierliche Verbesserung nach dem Go-Live

Einführungsmethodik – Wasserfall oder Scrum?

Je nach Projektumfang, Änderungsdynamik und organisatorischen Rahmenbedingungen wählen wir die passende Methodik:

Wasserfall-Modell

 

  • Klare Abfolge von Analyse, Umsetzung und Go-Live
  • Hohe Planbarkeit
  • Geeignet bei klar abgegrenzten Brownfield-Migrationen und Projekten mit hohem Fokus auf Termin- und Budgetsicherheit

Agiles Vorgehen (Scrum)

 

  • Schrittweise Umsetzung in kurzen Zyklen
  • Frühes Feedback aus Fachbereichen
  • Besonders geeignet für Greenfield-Ansätze, Extension-Entwicklung und komplexe Anpassungen

Hybride Projektmodelle

 

In der Praxis setzen wir häufig hybride Modelle ein, z.B. klassische Planung in den frühen Phasen und agile Umsetzung in der Construction-Phase.

Typische Merkmale hybrider Modelle:

  • Strukturierte Planung in Inception und Elaboration
  • Agile Umsetzung in der Construction-Phase
  • Klare Governance bei gleichzeitiger Flexibilität

Wer gehört ins Projektteam?

Projektleitung
  • Gesamtverantwortung für Zeit, Budget und Kommunikation
  • Koordination zwischen Fachbereichen, IT und externen Partnern
  • Häufig als Tandem aus interner Projektleitung und externem Projektmanager
Solution Architekt
  • Bewertung der bestehenden Systemlandschaft
  • Verantwortung für Architektur, Integration und Security
  • Zentrale Rolle bei Cloud-Anbindung und Plattformentscheidungen
Key User aus den Fachbereichen
  • Vertreten die operativen Prozesse (z.B. Produktion, Logistik, Einkauf, Finance)
  • Bringen Praxiswissen aus dem Tagesgeschäft ein
  • Unterstützen Tests, Abnahmen und Schulungen
Prozessberater
  • Übersetzt Geschäftsanforderungen in Systemprozesse
  • Unterstützt bei Standardisierung und Best-Practice-Nutzung
  • Moderiert Fit-Gap-Analysen und Prozessentscheidungen
Technischer Consultant
  • Umsetzung von Extensions und Integrationen
  • Unterstützung bei Datenmigration und Tests
  • Sicherstellung der Cloud-Konformität technischer Anpassungen

Warum Sie Ihre Infor-LN-Migration mit SIGMA umsetzen sollten

Eine Infor-LN-Migration ist eine komplexe Aufgabe – wir sorgen dafür, dass sie strukturiert, zuverlässig und effizient umgesetzt wird. Unsere Expertise gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihr System stabil bleibt, Prozesse reibungslos weiterlaufen und alle Anpassungen professionell bewertet werden.

Wir zeichnen uns aus durch:

  • Tiefe Modulkenntnis in komplexen Bereichen
  • Strukturierte Bewertung von Modifikationen
  • Frühzeitige Daten- und Integrationsanalyse
  • Methodisch geführtes Projektvorgehen
  • Realistische Planung statt technischer Schnellschüsse
Der nächste Schritt

Ob technisches Upgrade oder strategische Modernisierung – der erste Schritt ist eine realistische Bewertung Ihrer Ausgangssituation.

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen:

  • Welche Migrationsstrategie sinnvoll ist
  • Welche Risiken bestehen
  • Welche Potenziale genutzt werden können

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Infor LN Migration

Typische Auslöser sind veraltete Versionen, hohe Wartungskosten, Performance-Probleme oder organisatorische Veränderungen.

Doch auch ohne akuten Druck kann eine Migration strategisch sinnvoll sein, insbesondere wenn neue Standorte, Integrationen oder Digitalisierungsinitiativen geplant sind.

In gewachsenen LN-Systemen haben sich über Jahre individuelle Anpassungen etabliert. Eine Migration ist der richtige Zeitpunkt, diese strukturiert zu überprüfen.

Wir analysieren gemeinsam, welche Modifikationen fachlich weiterhin notwendig sind, welche inzwischen durch den Standard abgedeckt werden und welche durch sauber definierte Erweiterungen ersetzt werden können.

In vielen Unternehmen ist Infor LN tief in eine gewachsene Systemlandschaft integriert – etwa mit WMS-, MES-, BI- oder Finanzsystemen.

Vor jeder Migration analysieren wir sämtliche Datenflüsse, Abhängigkeiten und Batch-Prozesse. Ziel ist es, Integrationen strukturiert zu dokumentieren, zu modernisieren und testbar zu machen.

Insbesondere mit Infor ION lassen sich Integrationen transparenter und robuster aufsetzen als in historisch gewachsenen Punkt-zu-Punkt-Strukturen. Wichtig ist dabei: Die Integrationsstrategie wird von Beginn an mitgedacht.

Eine Infor-LN-Migration betrifft operative Kernprozesse. Deshalb arbeiten wir mit klar definierten Testphasen, realistischen End-to-End-Szenarien und einer strukturierten Cutover-Planung. Kritische Bereiche wie Fertigung, Logistik und Finanzbuchhaltung werden gesondert betrachtet. Damit ist der Go-Live nicht der Start eines Experiments, sondern der Abschluss einer validierten Projektphase.

Je nach Ausgangssituation kann eine modulweise oder standortweise Umstellung sinnvoll sein. Gerade bei komplexen Organisationsstrukturen oder internationalen Rollouts ist ein gestuftes Vorgehen oft stabiler. Voraussetzung dafür ist jedoch eine saubere Zielarchitektur und eine klare Roadmap, sodass keine neuen Insellösungen entstehen.

Sprechen Sie mit uns!

Lösungen für Ihre Branche und Ihre Prozesse stellen wir Ihnen gerne vor. Sprechen Sie mit den Spezialisten für den Mittelstand.

Jetzt anfragen
Ansprechpartner
Thomas Heinke