Für welche Unternehmen ist Infor LN Qualität besonders relevant?
Überall dort, wo:

Erstmusterprüfungen verpflichtend sind

Qualitätsrelevante Normen eingehalten werden müssen

Abweichungen zu strukturierten Maßnahmen führen müssen

Qualitätsstatus Auswirkungen auf Logistik und Fertigung hat
Warum wir der richtige Ansprechpartner für Infor LN Qualität sind

Das Qualitätsmodul gehört zu den anspruchsvollsten Funktionsbereichen in Infor LN und gleichzeitig zu den am seltensten tief beherrschten.
Neben unserer tiefen Modulkenntnis liegt unsere Stärke vor allem in der prozessorientierten Integration von Qualität in Logistik, Produktion und Einkauf.
Wir verfügen über:
- Mehrjährige Projekterfahrung in der Einführung des LN-Qualitätsmoduls
- Tiefe Expertise in regulierten Branchen
- Erfahrung mit komplexen Prüf- und Abweichungsprozessen
- Praxiswissen zu produktionsbegleitenden Prüfungen
- Know-how bei der Verwendung von Stichprobenplänen mit dynamischen Prüfschärfewechseln
Warum stoßen klassische QM-Lösungen an ihre Grenzen?
Vielen Unternehmen nutzen separate CAQ-Systeme, Excel-Listen oder papierbasierte Prüfpläne. Das führt häufig zu:
- Fehlender Transparenz über den tatsächlichen Qualitätsstatus
- Manuellen Sperren und Umgehungslösungen im Lager
- Nicht durchgängigen Prozessen durch Systembrüche zwischen ERP und CAQ (Schnittstellen, verzögerte Rückmeldungen)
- Zeitverzögerten Reaktionen auf Abweichungen
- Unklarer Verantwortlichkeit bei Fehlern
- Hohem Aufwand bei Audits und Nachweisen
- Fehlender konsistenter Datenbasis für Qualitätskosten oder Lieferantenbewertungen
Die Lösung: Infor LN Qualität als integrierter ERP-Baustein
Infor LN betrachtet Qualität nicht isoliert, sondern als durchgängigen Prozess über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.
Qualitätsprüfungen entstehen systemgesteuert aus:
Wareneingängen im Einkauf
Fertigungsaufträgen und Baugruppen
Produktionsbegleitenden Prüfungen
Lagerbeständen und Umlagerungen
Verkaufs- und Projektlieferungen
Mehrwert durch integriertes Qualitätsmanagement
Ein ERP-basiertes Qualitätsmanagement schafft wirtschaftliche Vorteile:
- Reduzierung unnötiger Sperrbestände
- Schnellere Dispositionsentscheidungen bei Abweichungen
- Transparente Qualitätskosten pro Artikel und Lieferant
- Reduktion manueller Abstimmungen
- Frühzeitige Prozessstabilisierung durch statistische Auswertungen
- Auditfähigkeit ohne separate Nebenlisten
Funktion des Infor LN Qualitätspakets
Prüfarten
- Wareneingangsprüfung für Einkauf und eigene Fertigung
- Produktionsbegleitende Prüfung
- Warenausgangsprüfungen vor Auslieferung
- Bestandsprüfung (periodisch oder ad hoc)
- Erstmusterprüfung
Neuere Cloud-Releases ermöglichen beispielsweise ad hoc Bestandsprüfungen – beschädigte Artikel können unmittelbar einer Qualitätsprüfung zugeführt werden.
Prüfdefinition
Prüfungen basieren auf:
- Merkmalen (quantitativ oder qualitativ)
- Aspekten
- Qualitätsgruppen
- Stichprobenverfahren
- Annahme- und Ablehnungskriterien
Soll- und Ist-Werte werden automatisch gegen Toleranzgrenzen geprüft.
Infor LN unterstützt professionelle Stichprobenverfahren:
- Stichprobenpläne mit Annahme- und Ablehnungskriterien
- Klassifizierung von Merkmalen (kritisch, schwerwiegend, geringfügig)
- Dynamische Anpassung der Prüfintensität
- Skip-Lot-Logiken und Wechselregeln
Beispiel: Werden mehrere Lose hintereinander als fehlerfrei bewertet, kann die Prüfintensität reduziert oder temporär ausgesetzt werden – ohne Kontrollverlust.
Zentrale Steuerungseinheit ist der Fehlerhaftigkeitsbericht (NCMR).
Er ermöglicht:
- Dokumentation von Fehlerursachen
- Dispositionsentscheidungen (Nacharbeit, Verschrottung, Rücklieferung)
- Umarbeiten in andere Artikel (neue Spezifikation)
- Reparatur im Haus
- Einbindung externer Dienstleister
- Weiterbelastung von Kosten an Lieferanten
In aktuellen Releases können verbundene Fehlerhaftigkeitsberichte angelegt werden – mehrere Fehler zum selben Bauteil werden strukturiert zusammengeführt.
Optional kann:
- Eine Lieferantenreklamation über das Einkaufsmodul angestoßen werden
Eine Serviceforderung generiert werden
Gerade in regulierten Branchen ist die Erstmusterprüfung ein zentraler Prozess.
Infor LN unterstützt:
- Durchführung und Dokumentation von Erstmusterprüfungen
- Konformitätsberichtsprüfungen (Lieferantenzertifikate)
- System-, Design und Prozess-FMEA
- Berechnung der Risikoprioritätszahl (RPN)
- Ableitung konkreter Maßnahmen
FMEA ist direkt im Engineering-Change-Prozess (ERO) integrierbar und mit Maßnahmenplänen verknüpfbar.
Das Modul stellt umfassende Auswertungen bereit:
- Artikelqualitätsstatistik
- Ablehnungsstatistik nach Merkmal
- Fehlerhäufigkeit über Zeiträume
- PPM-Auswertungen
- Prozesskontrolle einzelner Merkmale
Beispiel: Entwickelt sich ein Messwert bei einer Spritzgussmaschine kontinuierlich Richtung Grenzwert, kann frühzeitig nachjustiert werden – bevor Ausschuss entsteht.
Qualitätsdaten werden damit zu einem aktiven Steuerungsinstrument.
Qualitätsprüfungen werden in Infor LN über Prüfaufträge gesteuert. Diese können:
- Auftragsbezogen oder allgemein gültig sein
- Automatisch oder manuell erzeugt werden
- Über Workbenches zentral bearbeitet werden
Qualitätsprüfungen können chargen- oder seriennummernbezogen durchgeführt werden. Dadurch ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Wareneingang bis zur Auslieferung gewährleistet.
Workbenches bieten:
- Klare Statusübersichten zu offenen, gesperrten oder freizugebenden Positionen
- Strukturierte Schnelleingaben für Prüfer
- Grafische Darstellungen von Prüfvolumen und Ergebnissen
Qualitätsdaten können für Trendanalysen, Fehlerquoten oder PPM-Auswertungen genutzt werden. Dadurch lassen sich systematisch Qualitätskosten und Verbesserungspotenziale identifizieren.
Alle Prüfergebnisse, Statusänderungen und Maßnahmen werden systemseitig historisiert. Prüfaufträge sind bis zur logistischen Ursprungsquelle (z.B. Bestellung oder Fertigungsauftrag) rückverfolgbar.
Verantwortlichkeiten für Freigaben, Sperren oder Maßnahmen können organisatorisch zugeordnet werden. Dadurch entsteht ein klar geregelter Qualitätsprozess ohne informelle Nebenlösungen.
Für interne und externe Audits stehen strukturierte Auswertungen zu Fehlerquoten, Abweichungen, Maßnahmenstatus oder Lieferantenperformance zur Verfügung.
Praxisbeispiele aus Projekten
- Werksabnahmeprüfungen direkt beim Lieferanten
- Produktionsbegleitende Schweißprüfungen mit kontrollierter Nacharbeit
- Wiederöffnung von Nähten statt Verschrottung ganzer Baugruppen
- Dynamische Prüfschärfen bei Serienfertigung
- Systemgestützte Lieferantenbelastung bei Qualitätskosten
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Infor Qualitätsmanagement
Abweichungen können als NCMR erfasst und mit Dispositionsentscheidungen verknüpft werden (Nacharbeit, Verschrottung, Rücksendung). Diese Informationen können in Lieferantenbewertungen einfließen und bilden die Grundlage für eine datenbasierte Lieferantenentwicklung.
Ja. Alle Prüfaufträge, Merkmale, Statusänderungen und Maßnahmen werden historisiert und sind bis zur Ursprungsquelle rückverfolgbar. Dadurch lassen sich Prüfketten transparent nachweisen.
Qualitätskennzahlen wie Fehlerquoten, Reklamationsraten oder PPM können direkt auf ERP-Datenbasis ausgewertet werden. Da Einkauf, Produktion und Qualität auf derselben Datenbasis arbeiten, entstehen keine Inkonsistenzen zwischen operativen Zahlen und Reporting.
Durch Merkmalsdefinitionen, Stichprobenlogiken, Historisierung und Rückverfolgbarkeit (z. B. Serien- oder Chargenbezug) können auch regulatorische Anforderungen systemseitig unterstützt werden. Entscheidend ist dabei eine saubere Prozesskonfiguration im Einführungsprojekt.
Lösungen für Ihre Branche und Ihre Prozesse stellen wir Ihnen gerne vor. Sprechen Sie mit den Spezialisten für den Mittelstand.
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