Was den Accelerator ausmacht

  • Arbeitet mit vorkonfigurierten Prozessen und Branchen-Best-Practices
  • Unterstützt eine schnellere und planbarere Infor-LN-Einführung
  • Hilft bei der Auswahl von Szenarien, Optionen und Lösungsbausteinen
  • Schafft eine Grundlage für klarere Scope-Entscheidungen
  • Besonders relevant für ERP-Ablösungen, Cloud-Transformationen und Rollouts
  • Sinnvoll für Unternehmen der diskreten Fertigung mit hohem Anspruch an Struktur und Skalierbarkeit

Was ist der Infor Implementation Accelerator?

Der Infor Implementation Accelerator ist ein Implementierungsansatz für Infor LN, der mit vorkonfigurierten Prozessen, Referenzmodellen und einer strukturierten Lösungsdefinition arbeitet. Ziel ist es, Einführungsprojekte schneller zu strukturieren, den Scope früher zu schärfen und Standardisierung gezielter nutzbar zu machen.

Typische Merkmale des Ansatzes
  • Vorkonfigurierte Geschäftsprozesse als Ausgangsbasis
  • Best-Practice-Orientierung für branchentypische Abläufe
  • Strukturierte Auswahl von Szenarien, Optionen und Prozessbausteinen
  • Frühere Einordnung von Standard vs. Abweichung
  • Bessere Grundlage für Soll-Prozesse, Template-Ansätze und Rollouts
Wichtig für die Einordnung
  • Der Accelerator ist kein Ersatz für Projektmanagement.
  • Er ist kein starres Standardpaket, das ohne Bewertung übernommen wird.
  • Sein Mehrwert entsteht vor allem dann, wenn Unternehmen Anforderungen sauber priorisieren und Standardisierung bewusst nutzen.

Für viele Unternehmen liegt genau darin der Vorteil: Sie müssen die Einführung nicht bei null beginnen, sondern können auf eine strukturierte Basis für Prozesse, Scope und Lösungsarchitektur aufbauen.

Wie der Infor Implementation Accelerator funktioniert

Der Ansatz arbeitet mit einer strukturierten Erfassung von Projektanforderungen, Szenarien und Optionen. Auf dieser Basis entsteht ein Bild davon, welche Lösungsarchitektur und welche Prozesslandkarte für das jeweilige Vorhaben sinnvoll sind.

Prozessebene: zum Beispiel End-to-End-Prozesse wie Order-to-Cash oder Plan-to-Deliver

Integrationsarchitektur

Unterprozessebene: zum Beispiel Auftragsabwicklung, Beschaffung oder Produktionsplanung

Funktionsebene: konkrete fachliche Aktivitäten innerhalb eines Prozesses

Programmebene: Ebene, auf der einzelne Programme oder Transaktionen im System relevant werden.

Welche Vorteile der Accelerator bietet

Mehr Struktur am Projektanfang
Gerade zu Beginn einer ERP-Einführung entstehen viele Risiken: unklare Anforderungen, breite Diskussionen und fehlende Priorisierung. Der Accelerator bringt hier Struktur in die Lösungsdefinition.
Schnellere Scope-Entscheidungen
Wenn Prozesse, Szenarien und Optionen früh eingeordnet werden, entsteht schneller ein realistischer Projektumfang. Das reduziert unnötige Schleifen und verbessert die Steuerbarkeit.
Mehr Standardnähe
Durch die Orientierung an vorkonfigurierten Prozessen fällt es leichter, bewusst auf Standardprozesse zu setzen. Das senkt Komplexität und schafft eine bessere Grundlage für spätere Weiterentwicklung.
Bessere Planbarkeit
Ein klareres Zielbild verbessert die Basis für Aufwandsschätzung, Ressourcenplanung, Testvorgehen, Schulungen und Rollouts.
Stärkere Basis für Cloud-Projekte
Gerade bei Infor CloudSuite Industrial Enterprise ist ein standardnahes Vorgehen besonders wertvoll. Der Accelerator unterstützt dabei, Transformationsziele und Standardisierung früh zusammenzubringen.

Wann der Infor Implementation Accelerator sinnvoll ist

Der Ansatz ist besonders dann sinnvoll, wenn Unternehmen ihre Einführung nicht nur technisch umsetzen, sondern strukturiert, skalierbar und mit klaren Entscheidungen aufsetzen wollen.

ERP-Ablösung

Wenn ein bestehendes System fachlich, organisatorisch oder technologisch an Grenzen stößt, schafft der Accelerator eine strukturierte Basis für die Neuausrichtung.

Cloud-Transformation

Wer in Richtung Infor CloudSuite Industrial Enterprise geht, profitiert von klaren Standardisierungsentscheidungen und einem sauberen Zielbild.

Template- und Rollout-Ansätze

Bei mehreren Standorten, Gesellschaften oder Landesorganisationen hilft der Ansatz, Kernprozesse einheitlicher zu definieren und für weitere Rollouts nutzbar zu machen.

Diskrete Fertigung mit hoher Komplexität

Unternehmen im Maschinenbau, Anlagenbau, in der industriellen Fertigung, im Automotive-Umfeld oder in High-Tech-Szenarien müssen Standardisierung und Spezifika sauber ausbalancieren. Genau dafür ist ein strukturierter Ansatz wertvoll.

Besonders relevant für diskrete Fertigung

In der diskreten Fertigung reicht es nicht, einfach nur Standardprozesse zu übernehmen. Entscheidend ist die richtige Balance aus Standardisierung, Variantenfähigkeit und Prozessrealität.

Typische Anforderungen

  • Hohe Variantenvielfalt
  • Komplexe Stücklisten und Arbeitspläne
  • Projektbezogene Fertigung und Beschaffung
  • Enge Verzahnung von Vertrieb, Einkauf, Planung und Fertigung
  • Standortübergreifende Abläufe
  • Anforderungen an Transparenz und Rückverfolgbarkeit

Typische Fertigungsszenarien

Szenario

Engineer-to-Order

Make-to-Order

Configure-to-Order

Was der Accelerator leistet

Im ETO-Umfeld hilft der Accelerator, stabile Kernprozesse zu definieren und projektspezifische Anforderungen sauber davon abzugrenzen.

Der Ansatz unterstützt dabei, die Abläufe zwischen Auftrag, Planung, Beschaffung und Fertigung schneller auf ein gemeinsames Zielbild zu bringen.

Bei CTO-Szenarien ist besonders wichtig, welche Anforderungen standardnah abbildbar sind und wo bewusste Differenzierung notwendig bleibt.

Wie ein Accelerator-Projekt abläuft

Der Infor Implementation Accelerator ersetzt kein komplettes Projektvorgehen. Er schafft jedoch eine strukturierte Grundlage für die frühe Lösungsdefinition.

1. Ziele und Rahmen festlegen

Zu Beginn wird geklärt, welche Prozesse benötigt werden, welche Bereiche im Scope liegen und welche Anforderungen geschäftskritisch sind.

2. Szenarien und Optionen auswählen

Anschließend wird bewertet, welche Prozessbausteine, Optionen und Branchenprozesse zum Zielbild passen.

3. Prozesslandkarte und Zielarchitektur schärfen

Darauf aufbauend entsteht ein strukturierter Überblick über Kernprozesse, Unterprozesse, Funktionen und Systemabbildung.

4. Standard und Abweichungen bewerten

Jetzt wird entschieden, welche Prozesse standardnah übernommen werden können und an welchen Stellen gezielte Ergänzungen sinnvoll sind.

5. Umsetzung belastbar vorbereiten

Mit klarem Scope und Zielbild lassen sich Implementierung, Datenmigration, Tests, Rollen und Schulungen deutlich sauberer planen.

Was in der Praxis über den Erfolg entscheidet

Damit der Ansatz echten Mehrwert liefert, braucht es mehr als vorkonfigurierte Prozesse. Entscheidend ist die Qualität der Umsetzung.

 

Erfolgsfaktoren im Projekt

  • Branchenwissen
    Branchenspezifische Anforderungen müssen richtig eingeordnet werden — besonders in der diskreten Fertigung.
  • Erfahrene Projektleitung
    Klare Governance, saubere Scope-Steuerung und schnelle Entscheidungen sind entscheidend.
  • Fit-to-Standard mit Augenmaß
    Nicht jede Abweichung vom Standard ist notwendig. Gleichzeitig darf Standardisierung nicht zum Selbstzweck werden.
  • Saubere Ergänzungen
    Wo Erweiterungen nötig sind, sollten sie architektonisch sauber und langfristig beherrschbar umgesetzt werden.
  • Frühe Abstimmung zwischen Fachbereich und IT
    Gerade bei ERP-Projekten entscheidet die enge Verzahnung von Prozessen, Systemsicht und Projektsteuerung über den Erfolg.

FAQ zum Infor Implementation Accelerator

Grundsätzlich ja — aber nicht jeder individuelle Prozess sollte unverändert übernommen werden. Gerade in frühen Projektphasen hilft der Accelerator dabei, zwischen wirklich geschäftskritischen Besonderheiten und historisch gewachsenen Abweichungen zu unterscheiden. Der Mehrwert entsteht vor allem dann, wenn Unternehmen bereit sind, Standardisierung bewusst zu prüfen.

Ja, besonders dann, wenn ein Template-Ansatz aufgebaut oder weiterentwickelt werden soll. Vorkonfigurierte Prozesse und strukturierte Prozessmodelle helfen dabei, globale Kernprozesse sauberer zu definieren und Unterschiede zwischen Standorten bewusster zu steuern.

Der Accelerator schafft eine deutlich bessere Grundlage für Fit-to-Standard- oder Fit-Gap-Workshops. Statt Anforderungen komplett offen zu diskutieren, können Fachbereiche und Projektteam auf Referenzprozesse, Szenarien und definierte Optionen aufsetzen. Das macht Workshops fokussierter und Entscheidungen belastbarer.

Eine sehr wichtige. Der Accelerator hilft zwar dabei, Prozesse und Scope früher zu strukturieren, ersetzt aber nicht die saubere Planung von Datenmigration, Schnittstellen und Zielarchitektur. Gerade in gewachsenen Systemlandschaften sind diese Themen oft entscheidend für den Projekterfolg.

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