Die Trovarit-Studie „ERP in der Praxis“ geht in eine neue Runde. Seit über 20 Jahren liefert sie einen der fundiertesten Einblicke in die tatsächliche Nutzung, Zufriedenheit und Weiterentwicklung von ERP-Systemen im deutschsprachigen Raum. Auch 2026 sind Unternehmen wieder aufgerufen, ihre Erfahrungen zu teilen – und damit zur Transparenz im ERP-Markt beizutragen.
Dabei ist die neue Studienrunde mehr als eine reine Bestandsaufnahme. Sie fällt in eine Zeit, in der viele Unternehmen ihre ERP-Strategie grundlegend hinterfragen. Zwischen Cloud-Transformation, steigenden Anforderungen an Integration und dem wachsenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz steht der Markt vor einem spürbaren Wandel.
Warum sich die Teilnahme für Unternehmen lohnt
Die Auswertung bietet nicht nur einen kompakten Überblick über die wichtigsten Marktentwicklungen, sondern vor allem eine Standortbestimmung des eigenen ERP-Einsatzes. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihre Zufriedenheit, ihre Herausforderungen und ihre Zielsetzung mit anderen Organisationen zu vergleichen.
Gerade in Zeiten, in denen ERP-Systeme immer stärker zum strategischen Rückgrat der IT-Landschaft werden, ist diese Einordnung ein entscheidender Vorteil. Hinzu kommt: Wer teilnimmt, profitiert von zusätzlichen Auswertungen und kann konkrete Ansatzpunkte zur Optimierung des eigenen Systems identifizieren.
Rückblick: Stabile Systeme – aber Schwächen im Detail
Ein Blick auf die letzte Erhebung zeigt ein insgesamt stabiles Bild. ERP-Systeme wurden von den Anwendern im Durchschnitt mit der Note 1,8 bewertet und leisten damit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Steuerung zentraler Geschäftsprozesse.
Gleichzeitig offenbaren die Ergebnisse bekannte Schwachstellen, die sich über Jahr hinweg halten:
- Service und Support wurden kritischer bewertet als zuvor
- Performance bleibt ein wiederkehrendes Problemfeld
- Mobile Nutzung entspricht häufig nicht den Erwartungen
- Dokumentation und Updates sorgen weiterhin für Unzufriedenheit
Besonders auffällig: Während die Software selbst oft gut bewertet wird, zeigen sich Defizite vor allem in der Betreuung und im laufenden Betrieb.
Warum die Studie 2026 besonders spannend wird
Die kommende Studienrunde dürfte deutlich mehr Dynamik zeigen als ihre Vorgänger. Der Grund: Der ERP-Markt befindet sich an einem Wendepunkt.
Viele Unternehmen stehen aktuell vor grundlegenden Entscheidungen:
- Cloud vs. On-Premise: Migration oder Weiterbetrieb?
- Standardisierung vs. Individualisierung: Wie viel Flexibilität ist sinnvoll?
- Best-of-Breed vs. integrierte Plattformen: Wie komplex darf die Systemlandschaft werden?
Gleichzeitig gewinnen neue Technologien an Bedeutung. Insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im ERP-Umfeld, etwa in der Automatisierung, im Stammdatenmanagement oder in der Entscheidungsunterstützung, dürfte in der aktuellen Studie eine noch größere Rolle spielen als bisher.
Die zentrale Frage lautet daher: Wie gut sind bestehende ERP-Systeme auf diese Anforderungen vorbereitet?
Blick nach vorn: Welche Fragen jetzt entscheidend sind
Die Teilnahme an der Studie kann für Unternehmen ein guter Anlass sein, den eigenen ERP-Ensatz kritisch zu hinterfragen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem folgende Fragen:
- Wie zukunftsfähig ist unsere aktuelle ERP-Strategie?
- Sind wir technologisch bereit für Themen wie KI und Automatisierung?
- Wie gut funktionieren Support, Updates und Weiterentwicklung in der Praxis?
- Unterstützt unser System unsere Prozesse – oder behindert es sie zunehmend?
Fazit: Mehr als eine Umfrage
Die Trovarit-Studie 2026 ist weit mehr als eine klassische Marktumfrage. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, den eigenen ERP-Einsatz im Kontext eines sich schnell verändernden Marktes zu bewerten und einzuordnen.
Gerade jetzt, wo viele Organisationen vor strategischen Weichenstellungen stehen, kann diese Perspektive entscheidend sein.
Die Teilnahme ist damit nicht nur Feedback an den Markt, sondern vor allem eine Investition in die eigene Standortbestimmung.


